Das Elsass, vom süßen Klischee zur angesagten Qualität
Auch in Sachen Wein fliegen uns die Trends um die Ohren. Derzeit stehen wir auf leichte, frische Weißweine, am liebsten mit Perlage. Genau die Art von Weinen, die man im Elsass macht. WINELIFE hat sich auf den Weg gemacht und entdeckt La belle vie Hinter den Vogesen
Woher kommen die Weintrends? Warum geht der Verbrauch von Rotweinen so stark zurück, und warum greifen wir zu leichteren und frischeren Weinen? Die Medien spielen dabei eine wichtige Rolle, Nachrichten über gesundheitsschädliche Lebensmittel und Getränke dürfen nicht fehlen. Hinzu kommt, dass die Anti-Alles-Lobby alle Leckereien verbietet, selbst ein Glas Wein ist für sie völlig indiskutabel.
Glücklicherweise gibt nicht jeder sofort den Wein auf, aber eine Veränderung auf dem Markt ist spürbar. Die Umfrage von WINELIFE bei einer Reihe von Sommeliers darüber, was die Verbraucher im Jahr 2025 tatsächlich wollen werden, ergab vier Trends. Diese sind Weine mit weniger Alkohol, Weine mit weniger Tannin, trockene, frische und weiße Weine. Auch Schaumweine stehen hoch im Kurs. Außerdem ist es den Weinliebhabern wichtig, dass der Wein mit Respekt vor der Natur hergestellt wird, und sie wollen wissen, woher der Wein kommt. All dies passt perfekt zum Weinbau im Elsass. Da man sich dort mehr um trockene, mineralische Weine bemüht, macht man genau das, was der Markt verlangt. WINELIFE folgte dort Der Weg des Weines um sie zu probieren, und entdeckte sofort, dass diese Gegend zwischen den Vogesen und der deutschen Grenze ein schöner Ort ist.
Das Elsass macht's möglich
Ob Schaumweine, frische, leichte Weine oder süffige Rotweine, im Elsass findet man alles. Dennoch sind die Weine der Region weit weniger beliebt als noch vor einiger Zeit. Schuld daran ist der Ruf, dass hier nur süße und halbsüße Weine hergestellt werden. In den 1980er und 1990er Jahren hat der amerikanische Weinguru Robert Parker einen reichhaltigeren und volleren Weinstil mit Restsüße gelobt. Dies veranlasste einige Erzeuger dazu, bewusst süßere Weine herzustellen, da sie sich auf dem US-Markt besser verkaufen ließen.
Leider wurde der Zuckergehalt nicht auf den Etiketten angegeben. Damals war man als Verbraucher nie sicher, ob man einen trockenen oder einen süßen Wein kaufte. Glücklicherweise kehrte man nach etwa 2000 zu einem trockeneren, strafferen Stil zurück, der heute durchaus geschätzt wird. Vor allem auch, weil die Erzeuger auf dem Etikett mehr Klarheit schaffen.